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  Historiographie im "Dritten Reich"

Mit seiner Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus (des Fachs und seiner Vertreter an den Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten und Einrichtungen) hatte sich die organisierte Geschichtswissenschaft in Deutschland bis in die zweite Hälfte der 1960er Jahre nur am Rande beschäftigt. Die Studentenbewegung und deren kritische Nachfragen lösten dann 1965/66 einige Vorlesungsreihen an mehreren deutschen Universitäten aus (u.a. Tübingen [1], Freie Universität Berlin [2] und München [3]), in denen zumeist Professoren als Zeitzeugen über die nationalsozialistische Diktatur berichteten. Im Jahr 1966 erschien dann auch Helmut Heibers monumentales Werk über "Walter Frank und sein Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschlands" [4], das sich mit Frank mit dem wohl einflussreichsten nationalsozialistischen Historiker der ersten Jahre nach der "Machtergreifung" beschäftigt, aber darüber hinaus auch ein facetten- und detailreiches Bild der deutschen Historiographie in dieser Zeit liefert und daher bis heute als eine Art Handbuch unverzichtbar ist. "Das NS-Geschichtsbild und die deutsche Geschichtswissenschaft" [5] lautet der Titel der Studie, die Karl Ferdinand Werner 1967 veröffentlichte und die einen kritischen Überblick über die Verstrickungen deutscher Historiker mit dem Schwerpunkt auf der Mediävistik bietet, den zu lesen bis heute lohnt. Ein Jahr später (1968) erschien die wichtige Arbeit von Georg G. Iggers zur geschichtstheoretischen Entwicklung der deutschen Historiographie (1971 erstmals in deutscher Übersetzung [6]).

Die Entwicklung der Forschung bis in die 1990er Jahre

Mit Beginn der 1970er Jahre setzte dann eine immer weiter zunehmende Anzahl von Spezialuntersuchungen (z.B. von Peter Schumann zu den Historikertagen [7]), Darstellungen zur Entwicklung der universitären Lehre und Forschung an einzelnen Hochschulen (Tübingen [8], Göttingen [9], Hamburg [10], Gießen [11], Bonn [12], Marburg [13], Halle [14] und Jena [15], München und neuerdings Münster [16]), sowie unzähligen biographischen Aufsätzen und Artikeln (z.B. die von Hans-Ulrich Wehler herausgegebene Reihe "Deutsche Historiker" [17]) ein. Bereits im Jahr 1974 unternahm ein von Bernd Faulenbach herausgegebener Sammelband eine erste Bestandsaufnahme über die "Geschichtswissenschaft in Deutschland" [18]. Für die Alte Geschichte sind u.a. die Arbeiten von Volker Losemann [19], Karl Christ [20], Beat Näf [21] und Cornelia Wegeler [22] hervorzuheben. Zwar fehlen bis heute ähnlich breit angelegte Arbeiten (wie insbesondere die von Losemann und Näf) für die Neuere und die Mittelalterliche Geschichte, doch wird diese Lücke gefüllt von zahlreichen Aufsätzen [23] und Monographien zu einzelnen Wissenschaftszweigen und Historikern [24]. Über die Emigration von Historikern nach 1933 dagegen liegen mehrere wissenschaftliche Werke vor [25]. Die materialgesättigte, sozialgeschichtlich orientierte Studie von Wolfgang Weber untersucht die "Herkunft und Karriere deutscher Historiker und zur Geschichte der Geschichtswissenschaft". Webers hierauf aufbauendes "Biographisches Lexikon" zur Geschichtswissenschaft im deutschsprachigen Raum ist als Nachschlagewerk zu den biographischen Daten aller bis 1970 berufenen ordentlichen Professoren weiterhin von hohem Wert [26].  Michael Burleigh beschäftigte sich als einer der ersten mit der sogenannten Ostforschung im "Dritten Reich" [27]. Im Jahr 1992 veröffentlichte Karen Schönwälder ihre materialreiche Arbeit über "Historiker und Politik", in der sie sich ausführlich mit der Haltung der deutschen Historiker zu Krieg und Außenpolitik dieser Zeit befasst [28]. Ein Jahr später erschien Willi Oberkromes Monographie zur "Volksgeschichte"; Untertitel: "Methodische Innovation und völkische Ideologisierung in der deutschen Geschichtswissenschaft 1918-1945" [29].

Der 42. Deutsche Historikertag 1998

Bereits die oben kurz vorgestellte Literaturauswahl verdeutlicht, dass schon in den 1990er Jahren für das Thema Geschichtswissenschaft im Nationalsozialismus von einem allgemeinen Forschungsdesiderat keine Rede sein kann. Dennoch gab es nur wenige Studien, die sich z.B. mit einzelnen Forschungsrichtungen oder mit den personellen und inhaltlichen Kontinuitäten vor und nach 1945 innerhalb der Geschichtswissenschaft auseinandersetzten. In der Rückschau wirken die Aufsatzthemen des 1997 von Peter Schöttler herausgegeben Suhrkamp-Taschenbuches "Geschichtsschreibung als Legitimationswissenschaft 1918-1945" daher wie ein programmatischer Impuls für den im darauf folgenden Jahr stattfindenden 42. Deutschen Historikertag [30]. Die Heftigkeit mit der hier und auch danach die Historiker und die interessierte Öffentlichkeit miteinander stritten, hatte ihre Ursache nicht zuletzt in dem Umstand, dass nun - oftmals zum ersten Mal - öffentlich über einzelne einflussreiche Historiker gestritten wurde, die in der Bundesrepublik lange Zeit oder sogar bis dahin hohes Ansehen und Renomee genossen hatten. Für viele der älteren Geschichtswissenschaftler ging es mit der Reputation ihrer akademischer Lehrer auch ein wenig um ihre eigene. Und so überrascht es nicht, dass die z.T. anklagenden Studien denn auch v.a von jüngeren Historikern vorgelegt wurden. Im Mittelpunkt standen dabei Otto Brunner (1898-1982) [31], Werner Conze (1910-1986) [32], Karl Dietrich Erdmann (1910-1990) [33] und Theodor Schieder (1908-1984) [34]. Kritisch hinterfragt wurden ihre wissenschaftliche Tätigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus - über die sie in der Regel selbst gegenüber ihren engsten Schülern geschwiegen hatten - und deren Verknüpfung mit der Durchführung der "Endlösung" sowie die Verbindung zwischen nationalsozialistischer Volksgeschichte und Ostforschung und ihrem Einfluss auf die Geschichtswissenschaft in der Bundesrepublik. Die Resonanz innerhalb der Historikerschaft und der interessierten Öffentlichkeit auf diese Debatten war so groß, dass ein Jahr später die Beiträge in der  Sektion "Deutsche Historiker im Nationalsozialismus" als Sammelband in der "Schwarzen Reihe" als Fischer-Taschenbuch erschienen [35].

Aktuelle Themen der Forschung

Der Historikertag führte zu einem neu entfachten Interesse an dem Thema und stieß eine bis heute anhaltende Beschäftigung mit der Historiographie im "Dritten Reich" an. Zu den Studien, deren Vorarbeiten die Debatten auf dem Historikertag z.T. mit ausgelöst hatten, gehören die Veröffentlichungen von Mathias Beer [36], Ingo Haar [37] und Michael Fahlbusch [38]. Einen Schwerpunkt der Forschung bildet dabei die Ostforschung und deren Protagonisten, wie z.B. Hermann Aubin (1885-1969) [39]. Ursula Wiggershaus-Müller ging 1999 der Geschichte der Historischen Zeitschrift im "Dritten Reich" nach [40]. Im gleichen Jahr startete die Max-Planck-Gesellschaft ihr inzwischen beendetes Forschungsprogramm "Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus"; ein Schwerpunkt: "'Ostforschung' und 'Lebensraumforschung' an Kaiser-Wilhelm-Instituten in Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Eroberungspolitik". Im Jahr 2000 erschien mit "Versäumte Fragen" ein Sammelband, der zahlreiche Gespräche mit Historikern zum Thema "Deutsche Historiker im Schatten des Nationalsozialismus" zusammentrug [41]. Die Bandbreite der heutigen Forschung reicht von der Untersuchung der "Mittelalterbilder in den Print-, Ton- und Bildmedien des Dritten Reiches" [42], über den Vergleich von "Reformation und Bauernkrieg in der Geschichtsschreibung des 'Dritten Reiches' und der DDR" [43] bis zu biographischen "Pionierstudien" über Hans Rothfels (1891-1976) und Ulrich Crämer (1907-1992) [44]. Das von Ingo Haar und Michael Fahlbusch herausgegebene "Handbuch der völkischen Wissenschaften" geht der "Verflechtung von Wissenschaft und Politik" im Nationalsozialismus nach. Die vielfältigen Netzwerke und Arbeitsbeziehungen werden anhand von biographischen Skizzen und Porträts wissenschaftlicher Einrichtungen dargestellt [45].

Was bleibt, ist nicht zuletzt die Frage, ob der Berliner Althistoriker Arthur Rosenberg (1889-1943) Recht hatte, als er 1938 im Exil schrieb: "Eine spätere Zeit wird feststellen müssen, dass seit 1938 eine lebendige und kritische Geschichtsforschung überhaupt nicht mehr existierte und gar nicht existieren konnte, und dass daher die kritische deutsche Geschichtswissenschaft seit 1933 nur noch in der Emigration weiterlebte." [46]

Das Historische Seminar der Berliner Universität

Für die Geschichte des Historischen Seminars besonders interessant sind natürlich Arbeiten, die sich vor allem oder ausschließlich mit der Berliner Universität bzw. der Berliner Geschichtswissenschaft beschäftigen. Abgesehen von einer Reihe von Festbänden auf west- und ostdeutscher Seite, die - aus Anlass des 150- bzw. 175-jährigen Jubiläums der Gründung der Universität erschienen - wenn überhaupt, zumeist nur knappe Skizzen lieferten, ist hier eigentlich bis in die 1990er Jahre nichts zu vermerken. Dies allerdings mit der kleinen Ausnahme einer Marburger Staatsexamensarbeit von Ernst Laubach aus dem Jahr 1960, die sich an Hand einer Auswahl der zwischen 1933 und 1945 erschienenen Schriften mit der "Politischen Haltung der neueren Historiker der Universität Berlin im Dritten Reich" beschäftigt [47]. Erst 1992 erschien mit dem Sammelband "Geschichtswissenschaft in Berlin im 19. und 20. Jahrhundert" - der auf einer im Wintersemester 1987/88 an der Freien Universität gehaltenen Vorlesungsreihe beruht - ein materialreiches Handbuch zur wissenschaftlichen und personellen Entwicklung bestimmter historischer Fächer in Berlin [48]. Im Jahr 1994 schließlich veröffentlichte die Akademie der Wissenschaften zu Berlin mit dem "Exodus der Wissenschaften" einen umfangreichen Sammelband über die Auswirkungen der nationalsozialistischen Vertreibungen auf die Berliner Wissenschaftslandschaft, in dem für das Historische Seminar insbesondere die Aufsätze von Peter Th. Walther und Hans Schleier von Interesse sind [49]. Dazu existiert  - wie bereits oben angesprochen - reichhaltiges biographisches Material über einzelne Historiker.

Die Humboldt-Universität ging ihrer Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus seit 2002 auf studentische Initiative nach; eine Arbeitsgruppe ("Universität und die NS-Zeit - Erinnerung, Verantwortung, Gedenken") wurde eingesetzt, 2003/2004 eine dreisemestrige Ringvorlesung durchgeführt und schließlich 2005 ein Symposium abgehalten. Die Ergebnisse der Ringvorlesung erschienen in einer zweibändigen Publikation, in der sich drei Beiträge auch mit dem Fach Geschichte an der "Berliner Universität in der NS-Zeit" befassen [50]. Belastbare Zahlen auch für die Friedrich-Wilhelms-Universität zu der "Vertreibung von Wissenschaftlern" nach 1933 durch die Nationalsozialisten liefern Michael Grüttner und Sven Kinas [51]. Die Lebenswege der Meinecke-Schüler in der Emigration zeichnet Gerhard A. Ritter an Hand der umfangreichen Korrespondenz mit ihrem akademischen Lehrer Friedrich Meinecke (1862-1954) nach. Fast alle der jüngeren Meinecke-Schüler, die am Historischen Seminar ihre akademische Ausbildung absolviert hatten, mussten auf Grund der nationalsozialistischen Hochschulpolitik nach 1933 Deutschland verlassen; darunter: Hans Baron (1900-1988), Dietrich Gerhard (1896-1985), Felix Gilbert (1905-1991), Hajo Holborn (1902-1969) und Gerhard Masur (1901-1975) [52]. Mittlerweile liegt mit der "Geschichte der Universität Unter den Linden" ein mehrbändiges Standardwerk für die Zeit von 1810 bis 2010 vor. Im von Michael Grüttner herausgegebenen zweiten Band "Die Berliner Universität zwischen den Weltkriegen 1918-1945" befassen sich mehrere Kapitel allgemein mit der Zeit des Nationalsozialismus [53]. Der fünfte Band skizziert aus wissenschaftsgeschichtlicher Sicht die Entwicklung verschiedener Disziplinen an der Berliner Universität bis 1945, darunter u.a. auch der Alten, Mittleren und Neuen Geschichte [54].

Zur aktuellen Debatte um die NS-Vergangenheit des Münsteraner Militärhistorikers Werner Hahlweg siehe meine Ausführungen hier.

Fußnoten |

1 Andreas Flitner (Hg.), Deutsches Geistesleben und Nationalsozialismus. Eine Vortragsreihe der Universität Tübingen, Tübingen 1965.

2 Nationalsozialismus und die Deutsche Universität. Universitätstage 1966, hrsg. von der Freien Universität Berlin, Berlin 1966.

3 Die deutsche Universität im Dritten Reich. Eine Vortragsreihe der Universität München, München 1966.

4 Helmut Heiber, Walter Frank und sein Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschlands, Stuttgart 1966.

5 Karl Ferdinand Werner, Das NS-Geschichtsbild und die deutsche Geschichtswissenschaft, Stuttgart 1967.

6 Georg G. Iggers, Deutsche Geschichtswissenschaft. Eine Kritik der traditionellen Geschichtsauffassung von Herder bis zur Gegenwart, München 2. Auflage 1972 (engl. 1968). Eine deutsche Neuauflage erschien 1997 im Böhlau-Verlag, ergänzt um ein 40-seitiges Nachwort.

7 Peter Schumann, Die deutschen Historikertage von 1893 bis 1937. Die Geschichte einer fachhistorischen Institution im Spiegel der Presse, Diss. Marburg/Lahn 1974.

8 Uwe Dietrich Adam, Hochschule und Nationalsozialismus. Die Universität Tübingen im Dritten Reich, Tübingen 1977.

9 Heinrich Becker/Hans-Joachim Dahms/Cornelia Wegeler (Hg.), Die Universität Göttingen unter dem Nationalsozialismus, München u.a. 1987.

10 Eckart Krause (Hg.), Hochschulalltag im "Dritten Reich". Die Hamburger Universität 1933-1945. 3 Bde., Hamburg, Berlin 1991. Ein gelungenes Beispiel für die Darstellung einer Geschichte einer Universität im Nationalsozialismus. Peter Borowsky befasst sich hier in vorbildlicher Weise mit der "Geschichtswissenschaft an der Hamburger Universität 1933 bis 1945", in: ebd., Bd. 2: Philosophische Fakultät. Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, Hamburg, Berlin 1991, S. 537-588.

11 Peter Chroust, Gießener Universität und Faschismus. Studenten und Hochschullehrer 1918-1945. 2 Bde., Münster, New York 1994.

12 Hans-Paul Höpfner, Die Universität Bonn im Dritten Reich. Akademische Biographien unter nationalsozialistischer Herrschaft, Bonn 1999.

13 Anne Chr. Nagel (Hg.), Die Philipps-Universität Marburg im Nationalsozialismus. Dokumente zu ihrer Geschichte, Stuttgart 2000.

14 Henrik Eberle, Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945, Halle 2002.

15 Uwe Hoßfeld (Hg.), "Kämpferische Wissenschaft". Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus, Köln 2003.

16 Elisabeth Kraus (Hg.), Die Universität München im Dritten Reich. Aufsätze. Teil 1, München 2006; Hans-Ulrich Thamer/Daniel Droste/Sabine Happ (Hg.), Die Universität Münster im Nationalsozialismus. Kontinuitäten und Brüche zwischen 1920 und 1960, 2 Bde., Münster 2012; siehe zum Letzteren auch Fußnote 2 auf Werner Hahlweg.

17 Hans-Ulrich Wehler (Hg.), Deutsche Historiker, 9 Bde., Göttingen 1971-1982.

18 Bernd Faulenbach (Hg.), Geschichtswissenschaft in Deutschland. Traditionelle Positionen und gegenwärtige Aufgaben, München 1974. Außerdem: Ders., Ideologie des deutschen Weges. Die deutsche Geschichte in der Historiographie zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus, München 1980.

19 Volker Losemann, Nationalsozialismus und Antike. Studien zur Entwicklung des Faches Alte Geschichte 1933-1945, Hamburg 1977. Losemann veröffentlichte daneben in den folgenden Jahren mehrere Aufsätze zum Thema.

20 Karl Christ, Römische Geschichte und deutsche Geschichtswissenschaft, München 1982; ders., Hellas. Griechische Geschichte und deutsche Geschichtswissenschaft, München 1999.

21 Beat Näf, Von Perikles zu Hitler? Die athenische Demokratie und die deutsche Althistorie bis 1945, Bern u.a. 1986; ders. (Hg.), Antike und Altertumswissenschaft in der Zeit von Faschismus und Nationalsozialismus. Kolloquium Universität Zürich 14.-17. Oktober 1998, Mandelbachtal u.a. 2001.

22 Cornelia Wegeler, "... wir sagen ab der internationalen Gelehrtenrepublik". Altertumswissenschaft und Nationalsozialismus. Das Göttinger Institut für Altertumskunde 1921-1962, Wien u.a. 1996.

23 So u.a. von Rüdiger vom Bruch, Bernd Faulenbach, Hans Schleier, Klaus Schreiner, Winfried Schulze und Karl Ferdinand Werner. Schulze nimmt auch in seiner Monographie über die "Deutsche Geschichtswissenschaft nach 1945" ausführlich Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus; ders., Deutsche Geschichtswissenschaft nach 1945, München 1989 (=Beihefte der Historischen Zeitschrift N.F., Bd. 10).

24 Siehe unten.

25 Joachim Radkau, Die deutsche Emigration in die USA. Ihr Einfluss auf die amerikanische Europapolitik 1933-1945, Düsseldorf 1971; Horst Möller, Exodus der Kultur. Schriftsteller, Wissenschaftler und Künstler in der Emigration nach 1933, München 1984; Heinz Wolf, Deutsch-jüdische Emigrantenhistoriker in den USA und der Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. u.a. 1988; Robert Jütte, Die Emigration der deutschsprachigen "Wissenschaft des Judentums". Die Auswanderung jüdischer Historiker nach Palästina 1933-1945, Stuttgart 1991; Catherine Epstein, A Past Renewed. A Catalog of German-speaking Refugee Historians in the United States after 1933, Cambridge/Mass. 1993; Peter Alter (Hg.), Out of the Third Reich. Refugee Historians in Postwar Britain, London, New York 1998; Mario Keßler, Exilerfahrung in Wissenschaft und Politik. Remigrierte Historiker in der frühen DDR, Köln u.a. 2001; Jürgen Petersohn, Deutschsprachige Mediävistik in der Emigration. Wirkungen und Folgen des Aderlasses der NS-Zeit (Geschichtswissenschaft - Rechtsgeschichte - Humanismusforschung), in: Historische Zeitschrift 277 (2003), S. 1-60; Gabriela Ann Eakin-Thimme, Geschichte im Exil. Deutschsprachige Historiker nach 1933, München 2005; Mario Keßler (Hg.), Deutsche Historiker im Exil (1933-1945). Ausgewählte Studien. Beiträge des Workshops am 13. Juli 2001 am Zentrum für Zeithistorische Studien Potsdam, Berlin 2005; Friedrich Meinecke. Akademischer Lehrer und emigrierte Schüler. Briefe und Aufzeichnungen 1910-1977, eingeleitet und bearbeitet von Gerhard A. Ritter, München 2006.

26 Wolfgang Weber, Priester der Klio. Historisch-sozialwissenschaftliche Studien zur Herkunft und Karriere deutscher Historiker und zur Geschichte der Geschichtswissenschaft 1800-1970, Frankfurt a.M. u.a. 2. Auflage 1987 (1984); ders., Biographisches Lexikon zur Geschichtswissenschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Frankfurt a.M. u.a. 2. Auflage 1987 (1984).

27 Michael Burleigh, Germany turns Eastwards. A Study of Ostforschung in the Third Reich, Cambridge 1988. Siehe auch: Gabriele Camphausen, Die wissenschaftlich-historische Russlandforschung im Dritten Reich 1933-1945, Frankfurt a.M. u.a. 1990; Hans-Erich Volkmann (Hg.), Das Russlandbild im Dritten Reich, Köln u.a. 1994.

28 Karen Schönwälder, Historiker und Politik. Geschichtswissenschaft im Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. 1992; dies., Akademischer Antisemitismus. Die deutschen Historiker in der NS-Zeit, in: Jahrbuch für Antisemitismusforschung 2 (1993), S. 200-229.

29 Willi Oberkrome, Volksgeschichte. Methodische Innovation und völkische Ideologisierung in der deutschen Geschichtswissenschaft 1918-1945, Göttingen 1993. Siehe auch: Manfred Hettling (Hg.), Volksgeschichten im Europa der Zwischenkriegszeit, Göttingen 2003.

30 Peter Schöttler (Hg.), Geschichtsschreibung als Legitimationswissenschaft 1918-1945, Frankfurt a.M. 1997. Enthält Aufsätze von Gadi Algazi, Bernd Faulenbach, Ingo Haar, Willi Oberkrome, Karl Heinz Roth, Karen Schönwälder und Peter Schöttler. Zur deutschen Geschichtswissenschaft nach 1945 siehe neben der Monographie von Winfried Schulze (Fußnote 23) auch: Heinz Durchhardt/Gerhard May (Hg.), Geschichtswissenschaft um 1950, Mainz 2002; Konrad H. Jarausch/Martin Sabrow (Hg.), Die historische Meistererzählung. Deutungslinien der deutschen Nationalgeschichte nach 1945, Göttingen 2002.

31 Valentin Groebner, Außer Haus. Otto Brunner und die "alteuropäische Ökonomik", in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 46 (1995), S. 69-80; Gadi Algazi, Herrengewalt und Gewalt der Herren im Mittelalter. Herrschaft, Gegenseitigkeit und Sprachgebrauch, Frankfurt a.M. u.a 1996; ders., Otto Brunner - "Konkrete Ordnung" und Sprache der Zeit, in: Peter Schöttler (Hg.), Geschichtsschreibung als Legitimationswissenschaft 1918-1945, Frankfurt a.M. 1997, S. 166-203; Stefan Weiß, Otto Brunner und das Ganze Haus oder Die zwei Arten der Wirtschaftsgeschichte, in: Historische Zeitschrift 273 (2001), S. 335-369; Hans-Henning Kortüm, "Wissenschaft im Doppelpass"? Carl Schmitt, Otto Brunner und die Konstruktion der Fehde, in: Historische Zeitschrift 282 (2006), S. 585-617.

32 Götz Aly, Rückwärtsgewandte Propheten. Willige Historiker - Bemerkung in eigener Sache, in: ders., Macht - Geist - Wahn. Kontinuitäten deutschen Denkens, Berlin 1997, S. 153-183; ders., Theodor Schieder, Werner Conze oder Die Vorstufen der physischen Vernichtung, in: Otto Gerhard Oexle/Winfried Schulze (Hg.), Deutsche Historiker im Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. 1999, S. 163-182; Hans-Ulrich Wehler, Nationalsozialsimus und Historiker, in: Otto Gerhard Oexle/Winfried Schulze (Hg.), Deutsche Historiker im Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. 1999, S. 306-339; Thomas Etzemüller, Sozialgeschichte als politische Geschichte. Werner Conze und die Neuorientierung der westdeutschen Geschichtswissenschaft nach 1945, München 2001; Jan Eike Dunkhase, Werner Conze. Ein deutscher Historiker im 20. Jahrhundert, Göttingen 2010. Siehe auch Fußnote 45.

33 Martin Kröger/Roland Thimme, Die Geschichtsbilder des Historikers Karl Dietrich Erdmann. Vom Dritten Reich zur Bundesrepublik, München 1996; dies., Karl Dietrich Erdmann im "Dritten Reich". Eine Antwort auf Eberhard Jäckel und Agnes Blänsdorf, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 48 (1997), S. 462−478; Agnes Blänsdorf/Eberhard Jäckel/Winfried Schulze, Karl Dietrich Erdmann und der Nationalsozialismus, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 48 (1997), S. 220−240; Agnes Blänsdorf/Eberhard Jäckel, Noch einmal zu Karl Dietrich Erdmannn, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 48 (1997), S. 744−747. Und die Diskussion um die Person und die wissenschaftsgeschichtliche Einordnung Erdmanns ist noch immer nicht abgeschlossen: Christoph Cornelißen, Karl Dietrich Erdmann: Fortsetzung einer Debatte, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 61 (2011), S. 692-699; Hartmut Lehmann, Karl Dietrich Erdmann in der Zeit des Nationalsozialismus: Erdmann als Lehrer, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 61 (2011), S. 700-712; Agnes Blänsdorf, Zur Biographie Karl Dietrich Erdmanns 1939-1945: Soldat im Zweiten Weltkrieg, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 61 (2011), S. 713-730; Eberhard Jäckel, Karl Dietrich Erdmann: Seine Wirkung in der Öffentlichkeit, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 61 (2011), S. 731-736. Siehe auch den Aufsatz von Martina Steber über den englischen Historiker Herbert Butterfield, Vertreter einer christlich-konservativen Geschichtsschreibung, mit dem Erdmann ein "freundschaftliches Verhältnis" verband: Herbert Butterfield, der Nationalsozialismus und die deutsche Geschichtswissenschaft, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 55 (2007), S. 269-307 (Zitat: S. 302).

34 Angelika Ebbinghaus/Karl Heinz Roth, Vorläufer des Generalplans Ost. Eine Dokumentation über Theodor Schieders Polendenkschrift vom 7. Oktober 1939, in: 1999. Zeitschrift für die Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts 7 (1992), Heft 1, S. 62-94; Götz Aly, Rückwärtsgewandte Propheten. Willige Historiker - Bemerkung in eigener Sache, in: ders., Macht - Geist - Wahn. Kontinuitäten deutschen Denkens, Berlin 1997, S. 153-183; ders., Theodor Schieder, Werner Conze oder Die Vorstufen der physischen Vernichtung, in: Otto Gerhard Oexle/Winfried Schulze (Hg.), Deutsche Historiker im Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. 1999, S. 163-182; Hans-Ulrich Wehler, Nationalsozialsimus und Historiker, in: Otto Gerhard Oexle/Winfried Schulze (Hg.), Deutsche Historiker im Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. 1999, S. 306-339. Siehe auch Fußnote 45.

35 Otto Gerhard Oexle/Winfried Schulze (Hg.), Deutsche Historiker im Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. 1999. Enthält neben der Einleitung von Gerd Helm, Thomas Ott und Winfried Schulze Beiträge von Götz Aly, Mathias Beer, Wolfgang Behringer, Arnold Esch, Michael Fahlbusch, Ingo Haar, Frank-Rutger Hausmann, Jürgen Kocka, Hans Mommsen, Wolfgang J. Mommsen, Otto Gerhard Oexle, Pierre Racine, Wolfgang Schieder, Peter Schöttler und Hans-Ulrich Wehler.

36 Mathias Beer, Der "Neuanfang" der Zeitgeschichte nach 1945. Zum Verhältnis von nationalsozialistischer Umsiedlungs- und Vernichtungspolitik und der Vertreibung der Deutschen aus Ostmitteleuropa, in: Otto Gerhard Oexle/Winfried Schulze (Hg.), Deutsche Historiker im Nationalsozialismus, Frankfurt a.M. 1999, S. 274-301; ders., Politik und Zeitgeschichte in den Anfängen der Bundesrepublik. Das Großforschungsprojekt "Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa", in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 46 (1998), S. 345-389; ders. (Hg.), Südostforschung im Schatten des Dritten Reiches. Institutionen - Inhalte - Personen. Ergebnisse der Tagung vom 24.-26. Oktober 2002 in der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung München, München 2004.

37 Ingo Haar, Historiker im Nationalsozialismus. Deutsche Geschichtswissenschaft und der "Volkstumskampf" im Osten, Göttingen 2000. Zur Diskussion um Haars Darstellung, insbesondere von Hans Rothfels, siehe: Heinrich August Winkler, Hans Rothfels – Ein Lobredner Hitlers? Quellenkritische Bemerkungen zu Ingo Haars Buch "Historiker im Nationalsozialismus", in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 49 (2001), S. 643-652; Ingo Haar, Quellenkritik oder Kritik der Quellen? Replik auf Heinrich August Winkler, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 50 (2002), S. 497-505; Heinrich August Winkler, Geschichtswissenschaft oder Geschichtsklitterung? Ingo Haar und Hans Rothfels: Eine Erwiderung, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 50 (2002), S. 635-652. Weitere Literaturhinweise zu Hans Rothfels in Fußnote 44.

38 Michael Fahlbusch, Wo der deutsche... ist, ist Deutschland! Die Stiftung für deutsche Volks- und Kulturbodenforschung in Leipzig 1920-1933, Bochum 1994; ders., Wissenschaft im Dienst der nationalsozialistischen Politik? Die "Volksdeutschen Forschungsgemeinschaften" von 1931-1945, Baden-Baden 1999.

39 Martin Burkert, Die Ostwissenschaften im Dritten Reich, Wiesbaden 2000; Kai Arne Linnemann, Das Erbe der Ostforschung. Zur Rolle Göttingens in der Geschichtswissenschaft der Nachkriegszeit, Marburg 2002; Eduard Mühle, Für Volk und deutschen Osten. Der Historiker Hermann Aubin und die deutsche Ostforschung, Düsseldorf 2005.

40 Ursula Wiggershaus-Müller, Nationalsozialismus und Geschichtswissenschaft. Die Geschichte der Historischen Zeitschrift und des Historischen Jahrbuches von 1933-1945, Hamburg 1998.

41 Rüdiger Hohls/Konrad H. Jarausch (Hg.), Versäumte Fragen. Deutsche Historiker im Schatten des Nationalsozialismus, Stuttgart und München 2000. Interviewt wurden u.a. Lothar Gall, Imanuel Geiss, Jürgen Kocka, Hans Mommsen, Wolfgang J. Mommsen, Gerhard A. Ritter, Reinhard Rürup, Wolfgang Schieder, Winfried Schulze und Hans-Ulrich Wehler. Siehe hierzu auch die Rezension von Manfred Hettling in Die Zeit.

42 Gordon Wolnik, Mittelalter und NS-Propaganda. Mittelalterbilder in den Print-, Ton- und Bildmedien des Dritten Reiches, Münster 2004.

43 Laurenz Müller, Diktatur und Revolution. Reformation und Bauernkrieg in der Geschichtsschreibung des "Dritten Reiches" und der DDR, Stuttgart 2004.

44 Jan Eckel, Hans Rothfels. Eine intellektuelle Biographie im 20. Jahrhundert, Göttingen 2005; Karsten Jedlitschka, Wissenschaft und Politik. Der Fall des Münchner Historikers Ulrich Crämer (1907-1992), Berlin 2006. Als "Pionierstudie" charakterisiert sowohl Mathias Beer Eckels Biographie in seiner Rezension in H-Soz-u-Kult wie auch Bernd Jürgen Wendt die Arbeit von Jedlitschka in seiner Besprechung in Die Zeit. Zu Hans Rothfels siehe auch Fußnote 37 sowie: Johannes Hürter/Hans Woller (Hg.), Hans Rothfels und die deutsche Zeitgeschichte. Tagung des Instituts für Zeitgeschichte München vom 16.-17. März 2003, München 2005; Christiane Blume, Transformationen eines Historikers - Hans Rothfels' Weg aus dem Dunstkreis der Volksgeschichte zur leuchtenden Symbolfigur der Nachkriegshistoriografie, in: H-Soz-u-Kult. Weitere Historiker-Biographien: Christoph Cornelißen, Gerhard Ritter. Geschichtswissenschaft und Politik im 20. Jahrhundert, Düsseldorf 2001; Jens Nordalm, Historismus und moderne Welt. Erich Marcks (1861-1938) in der deutschen Geschichtswissenschaft, Berlin 2003; David Thimme, Percy Ernst Schramm und das Mittelalter. Wandlungen eines Geschichtsbildes, Göttingen 2006.

45 Ingo Haar/Michael Fahlbusch (Hg.), Handbuch der völkischen Wissenschaften, München 2008. Welche Fragen das schon jetzt als "Standardwerk" zu charakterisierende Handbuch aufwirft, verdeutlicht beispielhaft die anscheinend unproblematische Zusammenarbeit zwischen den beiden später in der Bundesrepublik zu hohem wissenschaftlichen Ansehen kommenden Historikern Werner Conze und Theodor Schieder im "Dritten Reich" mit dem unzweifelhaft nationalsozialistischen Historiker Kleo Pleyer im "Volkswirtschaftlichen Arbeitskreis" des "Vereins für das Deutschtum im Ausland". Vgl. die Beiträge im Handbuch zu Werner Conze auf S. 93-103 von Werner Lausecker, zu Kleo Pleyer auf S. 477-482 von René Betker und Theodor Schieder auf S. 623-629 von Ingo Haar.

46 Arthur Rosenberg, Die Aufgabe des Historikers in der Emigration, in: Freie Wissenschaft. Ein Sammelbuch aus der deutschen Emigration, hrsg. von Emil Julius Gumbel, Straßburg 1938, S. 207-213 (Zitat S. 212). Zu Arthur Rosenberg siehe auch Mario Keßler, Arthur Rosenberg. Ein Historiker im Zeitalter der Katastrophen (1889-1943), Köln u.a. 2003.

47 Ernst Laubach, Die politische Haltung der neueren Historiker der Universität Berlin im Dritten Reich, Staatsexamenarbeit am Institut für wissenschaftliche Politik der Universität Marburg 1960 (masch.).

48 Reimer Hansen/Wolfgang Ribbe (Hg.), Geschichtswissenschaft in Berlin im 19. und 20. Jahrhundert. Persönlichkeiten und Institutionen, Berlin, New York 1992. Mit Aufsätzen u.a von: Alexander Elm, Mittelalterforschung in Berlin. Dauer und Wandel, in: ebd., S. 211-259; Eckart Henning, Die Historischen Hilfswissenschaften in Berlin, in: ebd., S. 365-408; Dieter Hertz-Eichenrode, Die "Neuere Geschichte" an der Berliner Universität. Historiker und Geschichtsschreibung im 19./20. Jahrhundert, in: ebd., S. 261-322; Wolfgang Ribbe, Berlin als Standort historischer Forschung, in: ebd., S. 45-88.

49 Wolfram Fischer u.a. (Hg.), Exodus von Wissenschaften aus Berlin. Fragestellungen - Ergebnisse - Desiderate. Entwicklungen vor und nach 1933, Berlin, New York 1994; Hans Schleier, Die Berliner Geschichtswissenschaft - Kontinuitäten und Diskontinuitäten 1918-1952, in: ebd., S. 198-220; Peter Th. Walther, Zur Entwicklung der Geschichtswissenschaften in Berlin, in: ebd., S. 153-183. Zum Forschungsstand (bezogen auf die Geschichte anderer Historischer Institute und Seminare im "Dritten Reich") vgl. auch meine Einleitung, S. 13f. Seither erschienen u.a.: Katja Fausser, Geschichtswissenschaft im Nationalsozialismus. Ein Beitrag zur Geschichte der Historischen Institute der Universität Münster 1933-1945, Münster, Hamburg 2000.

50 Rüdiger vom Bruch (Hg.), Die Berliner Universität in der NS-Zeit, 2 Bde., Stuttgart 2005; Achim Leube, Die Ur- und Frühgeschichte an der Friedrich-Wilhelms-Universität, in: ebd., Bd. 2: Fachbereiche und Fakultäten, S. 149-163; Willi Oberkrome. Geistige Leibgardisten und völkische Neuordner. Varianten der Berliner universitären Geschichtswissenschaft im Nationalsozialismus, in: ebd., S. 123-132; Leonore Scholze-Irrlitz, Universitätsvolkskunde im Nationalsozialismus. Skizzen zur Fachetablierung und Öffentlichkeit in Berlin, in: ebd., S. 133-147.

51 Michael Grüttner/Sven Kinas, Die Vertreibung von Wissenschaftlern aus den deutschen Universitäten 1933-1945, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 55 (2007), S. 123-186 (zu Berlin S. 152-160). Siehe auch: Michael Grüttner, Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik, Heidelberg 2004.

52 Friedrich Meinecke. Akademischer Lehrer und emigrierte Schüler. Briefe und Aufzeichnungen 1910-1977, eingeleitet und bearbeitet von Gerhard A. Ritter, München 2006; ders., Die emigrierten Meinecke-Schüler in den Vereinigten Staaten. Leben und Geschichtsschreibung im Spannungsfeld zwischen Deutschland und der neuen Heimat: Hajo Holborn, Felix Gilbert, Dietrich Gerhard und Hans Rosenberg, in: Historische Zeitschrift 284 (2007), S. 59-102. Zu Emigration und Exil deutschsprachiger Historiker siehe auch Fußnote 25.

53 Michael Grüttner (Hg.), Geschichte der Universität Unter den Linden. 1810-2010, 6 Bde., Bd. 2: Die Berliner Universität zwischen den Weltkriegen 1918-1945, Berlin 2012. Enthält u.a. folgende Kapitel: Christoph Jahr, Die nationalsozialistische Machtübernahme und ihre Folgen, in: ebd., S. 295-324; Sven Kinas, Massenentlassungen und Emigration, in: ebd., S. 325-404; Anne Chr. Nagel, Die Universität im Dritten Reich, in: ebd., S. 405-464; Jens Thiel, Der Lehrkörper der Friedrich-Wilhelms-Universität im Nationalsozialismus, in: ebd., S. 465-538.

54 Heinz-Elmar Tenroth (Hg.), Geschichte der Universität Unter den Linden. 1810-2010, 6 Bde., Bd. 5: Transformation der Wissensordnung, Berlin 2010. Enthält u.a. folgende Kapitel: Wilfried Nippel, Alte Geschichte 1885-1945, in: ebd., S. 323-344; Johannes Helmrath, Geschichte des Mittelalters an der Berliner Universität von der Jahrhundertwende bis 1945, in: ebd., S. 371-412; Wolfgang Hardtwig, Neuzeit-Geschichtswissenschaften 1918-1945, in: ebd., S. 413-434.

Zu weiterer (bis 1997 erschienener) Literatur siehe das Literaturverzeichnis von René Betker, Das Historische Seminar der Berliner Universität im "Dritten Reich", unter besonderer Berücksichtigung der ordentlichen Professoren, Magisterarbeit Technische Universität Berlin 1997, S. 153-186.

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